Wie alt ist die Mutter von Aisha?

Aisha bint Abu Bakr: Die Mutter der Überzeugten

08/11/2021

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Aisha bint Abu Bakr, eine der prominentesten Frauen in der Geschichte des Islam, war weit mehr als nur eine Ehefrau des Propheten Muhammad (ALLAHs Frieden und Segen über ihn). Sie war eine Gelehrte, eine Überlieferin von Hadithen, eine Frau von tiefer Frömmigkeit und unerschütterlichem Glauben, bekannt als eine der „Mütter der Überzeugten“. Ihr Leben war geprägt von einzigartigen Erfahrungen, göttlichen Prüfungen und einer unvergänglichen Liebe zum Gesandten Allahs. Viele Aspekte ihres Lebens sind detailliert überliefert, doch die Frage nach dem genauen Alter ihrer Mutter, Umm Rumman, bleibt oft unbeantwortet. Obwohl die islamischen Quellen uns viel über Aishas Familie und insbesondere ihre Mutter verraten, wird das genaue Alter von Umm Rumman bei ihrer Geburt oder ihrem Tod nicht explizit genannt. Dennoch war ihre Rolle im Leben Aishas und im frühen Islam von großer Bedeutung.

Was ist Aischa und warum ist sie so wichtig?
Sie wurde damit zum Vorbild eines jeden Muslims. Auch beteiligte sie sich am politischen leben der islamischen Gemeinschaft. Was die Religion betrifft, so wurde ‘Aischa für die Muslime zur wichtigsten Quelle der Überlieferung (=Hadith), des praktischen Teils der islamischen Lehre.
Inhaltsverzeichnis

Die Familie und Herkunft von Aisha: Ein Fundament des Glaubens

Aisha wurde im fünften Jahr nach der Offenbarung des Korans in Mekka geboren. Ihr Name, „die Lebende“, sollte ihr ereignisreiches und langes Leben treffend beschreiben. Sie war die Tochter von Abu Bakr As-Siddiq, dem engsten und liebsten Gefährten des Propheten Muhammad und dem ersten erwachsenen Mann, der den Islam annahm. Abu Bakrs Hingabe an den Islam war so groß, dass er sein gesamtes Vermögen und sich selbst der Sache des Glaubens widmete. Er war ein hoch angesehener Geschäftsmann und ein Mann von edlem Charakter und Hilfsbereitschaft, dessen Familie sich durch Großzügigkeit und Gerechtigkeitssinn auszeichnete.

Aishas Mutter war Umm Rumman, die Tochter von Umair, Sohn des Amer, aus dem Stamme al-Harith. Auch Umm Rumman nahm den Islam an und wanderte mit dem Propheten nach Medina aus. Sie starb in Medina, und der Prophet Muhammad verrichtete persönlich das Totengebet für sie und begrub sie mit eigenen Händen. Bei ihrer Beisetzung betete er zu Allah ta'ala mit den Worten: „O Allah, Du weißt, was Umm Rumman Deiner Religion und Deines Gesandten Willen tat und erlitt!“ Dies unterstreicht die hohe Wertschätzung, die der Prophet für sie empfand. Obwohl ihr genaues Alter in den Überlieferungen nicht festgehalten ist, wissen wir, dass sie eine wichtige und unterstützende Rolle im Leben ihrer Tochter und im frühen Islam spielte, insbesondere während Aishas Verlobung und Ehe mit dem Propheten.

Aisha hatte einen leiblichen Bruder namens Abdel Rahman Ibn Abu Bakr, der später ebenfalls zum Islam konvertierte. Ihre Stiefgeschwister waren Asmaa und Abdullah. Diese familiären Bande waren von grundlegender Bedeutung für Aishas Erziehung und ihren Platz in der frühen muslimischen Gemeinschaft. Von Geburt an Muslima, wuchs Aisha in einer Umgebung auf, die tief im Glauben verwurzelt war.

Die Ehe mit dem Propheten Muhammad: Eine besondere Bindung

Die Verlobung Aishas mit dem Propheten Muhammad erfolgte, als sie sieben Jahre alt war, und die Ehe wurde vollzogen, als sie neun Jahre alt war, etwa drei Jahre später. Zu jener Zeit war es in der Gesellschaft Mekkas nicht ungewöhnlich, Mädchen in diesem Alter zu verloben oder zu verheiraten, und selbst die Gegner des Propheten erhoben keinerlei Einwand gegen diese Verbindung. Die Ehe fand im kleinsten Familienkreis im Hause Abu Bakrs statt, ohne aufwendige Feierlichkeiten. Aisha erzählte, dass damals kein Schaf geschlachtet wurde.

Die Brautgabe für Aisha betrug 500 Dirhams, eine vergleichsweise geringe Summe, was im Einklang mit dem Ausspruch des Propheten stand: „Die gesegneteste Frau verlangt am wenigsten Brautgabe.“ Ihr gemeinsames Zuhause war einfach ausgestattet, mit einem Kissen, einer Matratze, einem Wasserkrug aus Ton und einem kleinen Teppich.

Die Ehe des Propheten mit der jungen Aisha hatte eine tiefere Bedeutung als nur persönliche Zuneigung. Sie sollte die Muslime über das persönliche Leben des Propheten belehren, da er für sie ein Vorbild darstellte. Aisha, als junge und wissbegierige Frau, war prädestiniert, die Feinheiten des täglichen Lebens des Propheten, seine Gewohnheiten, seine Gebete und seine Interaktionen im häuslichen Umfeld zu beobachten und zu überliefern. So konnte sie beispielsweise lehren, welches Gebet in der Qadr-Nacht gesprochen werden sollte, oder wie muslimische Frauen sich nach der Menstruation rituell reinigen. Ihre Ehe diente somit als eine Art „Schule“ für die Gläubigen, um die Sunnah (die Praxis und Lehre des Propheten) vollständig zu verstehen. Aisha hatte keine Kinder mit dem Propheten, was im Nachhinein als eine göttliche Fügung betrachtet wurde, damit sie sich voll und ganz der Bewahrung und Überlieferung der Hadithe widmen konnte.

Die Liebesbeziehung zwischen dem Propheten und Aisha war tief und von gegenseitigem Respekt geprägt. Sie war seine geliebteste Frau, ein Umstand, den selbst seine anderen Frauen anerkannten. Es gab Momente des Humors und der Zärtlichkeit, wie Aishas Erzählung, dass sie gemeinsam aus einem Becken die Ganzwaschung vornahmen. Der Prophet verbrachte lange Nächte damit, Aishas Erzählungen zuzuhören, was ihre tiefe Verbundenheit und sein Interesse an ihren Gedanken zeigte. Ein bewegendes Beispiel dafür ist die Geschichte von Umm Zar', nach der der Prophet Aisha versicherte: „Ich war zu dir wie Abu Zar' zu Umm Zar', ich aber werde dich niemals verlassen.“ Diese Worte zeugen von seiner Zuneigung und seinem Verständnis für ihre Gefühle.

Aishas unermessliches Wissen und ihre Gelehrsamkeit

Aisha war eine Frau von außergewöhnlicher Intelligenz und Scharfsinn. Sie überlieferte die größte Anzahl von Hadithen direkt vom Propheten Muhammad, insgesamt an die 2250 Überlieferungen. Ihre Rolle als alleinige Überlieferin in vielen Fällen macht sie zu einer unverzichtbaren Quelle für die islamische Jurisprudenz und das Verständnis der Sunnah. Man kann sagen, dass sie die erste „Schule“ für das Erlernen der islamischen Rechtswissenschaften und Hadithe eröffnete. Über 100 Personen, darunter bedeutende Gefährten wie Umar Ibn Al-Chattab und Abu Huraira, überlieferten Hadithe nach ihr.

Ihr Wissen umfasste nicht nur die Überlieferung von Hadithen, sondern auch die praktische Sunnah, wie die Gebetswaschung (Wudu). Ihr ist es zu verdanken, dass die Regelung des Tayammum (rituelle Waschung mit Erde bei Wassermangel) im Koran offenbart wurde. Dies geschah auf einer Reise, als nicht genügend Wasser für die Gebetswaschung vorhanden war und Aisha den Propheten um Rat fragte. Ihr Wissen war so umfassend, dass Abu Mussa Al Ascha'ry sagte: „Wenn uns eine Sache im Islam schwer fiel, fanden wir immer die Lösung bei Aisha (ALLAHs Wohlgefallen auf ihr).“ Ihr Wissen bezog sich auf das Erlaubte, das Verbotene, die Pflichten und freiwilligen gottesdienstlichen Handlungen im Islam.

Wie alt ist die Mutter von Aisha?
Aisha starb am 17. Ramadhan im Jahre 57 nach Islamischer Zeitrechnung (Hidschra) im Alter von 66 Jahren. Sie war die Tochter von Abu Bakr As-Siddiq, der Lieblingsgefährte des Gesandten Allahs (ALLAHs Frieden und Segen über ihn). Die Mutter von Aischa (ALLAHs Wohlgefallen auf ihr) hieß Umm Rumman.

Menschliche Züge und göttliche Prüfungen: Eifersucht und Skandale

Trotz ihrer außergewöhnlichen Stellung war Aisha auch ein Mensch voller Gefühle und menschlicher Schwächen, wie Eifersucht. Die Polygamie des Propheten, obwohl aus göttlicher Weisheit und sozialen Notwendigkeiten heraus begründet, stellte Aisha vor persönliche Herausforderungen. Ihre Eifersucht auf Khadija, die erste Frau des Propheten, die ihm Kinder geschenkt hatte und die er sehr liebte, war auch nach Khadijas Tod spürbar. Auch die Ehen mit anderen Frauen, wie Hafsa, Saynab bint Dschahsch oder Maria, der Ägypterin, die dem Propheten einen Sohn schenkte, weckten in Aisha menschliche Gefühle der Rivalität.

Ein bekanntes Beispiel für ihre menschlichen Züge ist die „Maghafir-Geschichte“. Aisha und Hafsa, besorgt über die Zeit, die der Prophet bei Saynab verbrachte, heckten einen Plan aus: Sie sagten dem Propheten, er rieche nach Maghafir, einem unangenehm riechenden Obst, obwohl er nur Honig bei Saynab gegessen hatte. Dieses Ereignis führte zur Offenbarung von Sure 66, Vers 1, als Warnung an die Frauen des Propheten, nicht neidisch zu sein.

Die größte Prüfung in Aishas Leben war jedoch der sogenannte „Lügenskandal“ (Hadith Al-Ifk). Auf einer Reise wurde sie versehentlich von der Karawane zurückgelassen und von Safuan ibn al-Mu’attal as-Salami zurück nach Medina gebracht. Dies führte zu böswilligen Verleumdungen und Anschuldigungen der Unzucht durch Heuchler in der Gemeinschaft. Diese Zeit war für Aisha und den Propheten zutiefst schmerzhaft und verursachte eine Spaltung in der muslimischen Gemeinschaft. Aisha selbst wusste lange nichts von den Gerüchten, da ihre Familie sie schützen wollte. Als sie die Wahrheit erfuhr, litt sie immens. Der Prophet litt ebenfalls und bat Allah um Klärung. Schließlich wurde Aishas Unschuld durch göttliche Offenbarung in Sure 24 (An-Nur), Verse 11-19, bestätigt. Dieser göttliche Freispruch war eine enorme Erleichterung und festigte Aishas Stellung und Ehre im Islam. Es führte auch zu neuen Bestimmungen im Islam bezüglich der Bestrafung von Verleumdung.

Aishas Frömmigkeit, Großzügigkeit und Tapferkeit

Aisha war nicht nur eine Gelehrte, sondern auch ein Vorbild an Frömmigkeit und Großzügigkeit. Sie fastete und betete viel. Es wird berichtet, dass sie als 65-Jährige den Tag von A'rafa fastete. Ihre Freigebigkeit war legendär; sie gab alles, was sie hatte, aus, selbst wenn sie nichts für ihr eigenes Fastenbrechen (Iftar) übrig behielt. Sie legte Geld für die Armen in einem parfümierten Topf, da sie glaubte, dass Allah das Geld empfängt, bevor es die Armen erreicht.

Auch an Schlachten nahm Aisha teil und zeigte dabei ihre Tapferkeit. Bei der Schlacht von Uhud versorgte sie die Verletzten mit Wasser, und bei der Schlacht von Al Chandaq fand sie Umar Ibn Al-Chattab mitten auf dem Schlachtfeld. Ihre Präsenz und ihr Einsatz in diesen entscheidenden Momenten des frühen Islam unterstreichen ihre Hingabe und ihren Mut.

Die letzten Momente und Aishas Vermächtnis

Der Prophet Muhammad starb in Aishas Armen, in ihrem Schoß. Dies war ein Moment von tiefer Bedeutung, der die besondere Verbindung zwischen ihnen unterstrich. Kurz vor seinem Tod wünschten sich die anderen Frauen des Propheten, dass er seine letzten Tage bei Aisha verbringen möge, was seine Präferenz für sie bestätigte.

Aisha selbst starb in der Nacht eines Dienstags, am 17. Ramadan im Jahre 57 nach der Hidschra, im Alter von 66 Jahren. Sie wurde neben den anderen Frauen des Propheten auf dem Friedhof al-Baqi’ in Medina begraben. Obwohl sie sich ursprünglich wünschte, neben dem Propheten begraben zu werden, verzichtete sie zugunsten von Umar Ibn Al-Chattab und später zugunsten ihrer Mitschwestern, um nicht als besonders zu erscheinen.

Aishas Einfluss auf den Islam ist immens und unvergänglich. Sie überlieferte „die Hälfte der Religion“, wie der Gesandte selbst andeutete. Ihre Beiträge zur Hadith-Wissenschaft, zur islamischen Jurisprudenz und ihr persönliches Beispiel haben Generationen von Muslimen geprägt. Obwohl sie in ihren letzten Lebensjahren auch an politischen Auseinandersetzungen teilnahm und die Schlacht gegen Ali ibn Abi Talib anführte, distanzierte sie sich später von diesen Taten und bezeichnete sie als ihren größten Fehler. Ihre Lebensgeschichte ist ein Zeugnis für die Komplexität menschlicher Erfahrungen, selbst in den Reihen der heiligsten Persönlichkeiten des Islam, und für die unendliche Barmherzigkeit Allahs.

Häufig gestellte Fragen zu Aisha und ihrer Familie

FrageAntwort
Wie alt war Umm Rumman, Aishas Mutter?Die uns vorliegenden islamischen Quellen geben keine genaue Altersangabe für Umm Rumman bei ihrer Geburt oder ihrem Tod an. Es wird jedoch berichtet, dass sie den Islam annahm, nach Medina auswanderte und dort verstarb, wobei der Prophet Muhammad selbst ihr Totengebet verrichtete.
Warum war Aisha so wichtig im Islam?Aisha war aus mehreren Gründen von zentraler Bedeutung: Sie war eine der wichtigsten Überlieferinnen von Hadithen, der Aussprüche und Taten des Propheten Muhammad, und trug maßgeblich zur Bewahrung der Sunnah bei. Ihr Wissen in der islamischen Jurisprudenz war unübertroffen, und ihre Unschuld im „Lügenskandal“ wurde direkt durch eine Koranoffenbarung bestätigt. Sie war ein Vorbild an Frömmigkeit, Großzügigkeit und Mut.
Hatte Aisha Kinder mit dem Propheten Muhammad?Nein, Aisha hatte keine leiblichen Kinder mit dem Propheten Muhammad. Es wird in den Überlieferungen erklärt, dass dies eine göttliche Fügung war, damit sie sich voll und ganz der Bewahrung und Überlieferung der Hadithe widmen konnte. Sie betreute jedoch die Kinder ihrer Schwester und ihres Bruders.
Was war der „Lügenskandal“ (Hadith Al-Ifk)?Der „Lügenskandal“ war eine schwere Verleumdung, bei der Aisha der Unzucht beschuldigt wurde, nachdem sie auf einer Reise versehentlich von der Karawane zurückblieb. Dies verursachte große Not in der muslimischen Gemeinschaft, doch Aishas Unschuld wurde schließlich durch Koranverse (Sure 24, An-Nur, Verse 11-19) von Allah selbst bestätigt.
Wie zeigte sich die Liebe zwischen Prophet Muhammad und Aisha?Ihre Liebe war tief und von gegenseitigem Respekt geprägt. Der Prophet bevorzugte Aisha unter seinen Frauen, verbrachte gerne Zeit mit ihr und starb schließlich in ihren Armen. Ihre Beziehung war von Zärtlichkeit, Humor und tiefem Verständnis geprägt, was sich in zahlreichen Hadithen und Geschichten widerspiegelt.

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