11/01/2022
Die Vesper, abgeleitet vom lateinischen „vespera“ für Abend, ist weit mehr als nur ein Gebet – sie ist das liturgische Abendlob und ein zentraler Bestandteil des kirchlichen Stundengebetes. Dieses jahrhundertealte Gebetsritual strukturiert den Tag der Gläubigen vom Morgen bis zur Nacht und lädt dazu ein, innezuhalten und Gott zu begegnen. Obwohl Priester, Diakone und Ordensangehörige traditionell zur Verrichtung des Stundengebetes verpflichtet sind, findet die Vesper zunehmend auch ihren Weg in die Gemeinden und Herzen vieler Christinnen und Christen, die sie allein oder in Gemeinschaft beten.

Das Stundengebet, zu dem die Vesper gehört, gliedert den Tag in verschiedene Gebetszeiten. Neben der Vesper als Abendgebet umfasst es unter anderem die Laudes (Morgengebet), die Terz (dritte Stunde), die Sext (sechste Stunde), die Non (neunte Stunde), die Komplet (Nachtgebet), die Matutin und die Vigil. Jede dieser Stunden hat ihren eigenen Charakter und ihre eigene Bedeutung, doch die Vesper nimmt eine besondere Stellung ein, da sie den Übergang vom Tag zur Nacht markiert und oft als feierlicher Abschluss des Tages empfunden wird.
Die historischen Wurzeln der Vesper
Die Ursprünge der Vesper reichen tief in die jüdische Tradition zurück. Schon im Judentum war es Brauch, dreimal am Tag zu beten, wobei dem Abendgebet (Ma’ariv) eine wichtige Rolle zukam. Das frühe Christentum übernahm diese Praxis und entwickelte daraus die Vorform des heutigen Stundengebetes. Als sich ab dem 3. Jahrhundert die ersten Eremiten zu koinobitischen Gemeinschaften zusammenschlossen, waren zwei gemeinschaftliche liturgische Versammlungen am Tag üblich: eine am frühen Morgen und eine am Abend.
Die Christen behielten den jüdischen Brauch bei, Psalmen zu beten, und weiteten ihn aus. Im monastischen Offizium der Mönchsgemeinschaften wurden die Psalmen bei den Gebetszeiten fortlaufend gelesen. Im gemeindegottesdienstlich ausgerichteten Typ des Kathedraloffiziums wurden die Psalmen hingegen anlassbezogen ausgewählt. Für die Vesper wurden insbesondere Psalmen mit abendlichen Motiven gewählt, die das Ende des Tages, die Danksagung und die Bitte um Schutz in der Nacht thematisieren.
Von besonderer Bedeutung war dabei stets der Psalm 141, dessen Beten schon früh mit dem Ritus des Weihrauchabbrennens verbunden wurde. Ein weiteres prägendes Element des Abendgebets war das rituelle Entzünden des Lichts, das sogenannte Luzernar. Tatsächlich wurde die Vesper bis ins Mittelalter hinein oft als „Luzernar“ bezeichnet, selbst als mit dem Aufkommen der benediktinischen Klöster der tägliche Lichtritus in den Hintergrund trat. Andere Bezeichnungen waren „lychnikón“ (Lichtfeier) oder „hora incensi“ (Stunde des Verbrennens von Weihrauch).
Früh traten zu den Psalmen Fürbitten und Hymnen hinzu. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist der Christushymnus „Phōs Hilarón“ (griechisch Φῶς Ἱλαρόν – „Freundliches Licht“), der aus dem zweiten Jahrhundert stammt und bis heute ein fester Bestandteil des abendlichen Stundengebetes ist. Dieser Hymnus preist Christus als das wahre Licht, das die Dunkelheit vertreibt und Hoffnung spendet.
Ablauf und Inhalt der Vesper
Obwohl die Gebets- und Liedtexte je nach Kirchenjahr und Anlass wechseln, ist der grundlegende Ablauf einer Vesper stets gleich. Zu ihren wesentlichen Bestandteilen gehören:
- Wechselgesänge: Vor allem Psalmengebete aus dem Alten Testament, die antiphonal, also im Wechsel zwischen Vorsänger und Gemeinde oder zwischen zwei Chören, gesungen werden.
- Eine kurze Lesung aus der Bibel: Eine Schriftstelle, die zum Thema des Tages oder der liturgischen Zeit passt.
- Gebete: Dazu gehören Fürbitten für die Kirche, die Welt und die Verstorbenen sowie das Vater unser.
- Hymnen: Loblieder, die oft auf alte Traditionen zurückgehen.
- Canticum: Lobgesänge aus dem Neuen Testament, wie der Lobgesang der Maria (Magnificat) oder der des Simeon (Nunc dimittis).
Im Gebetbuch „Gotteslob“, das in allen katholischen Kirchen ausliegt, sind unter den Nummern 626 bis 658 verschiedene Vespern für unterschiedliche Zeiten im Kirchenjahr und andere Anlässe abgedruckt. Eine vorgeschriebene Gebetszeit gibt es für die Vesper nicht, doch der frühe Abend gilt als der übliche und traditionelle Zeitpunkt für dieses Gebet.
Die Vesper in verschiedenen Konfessionen
Die Vesper ist ein ökumenisch relevantes Gebet, das in vielen christlichen Konfessionen auf unterschiedliche Weise gepflegt wird. Obwohl die Grundstruktur oft ähnlich ist, gibt es doch spezifische Ausprägungen, die die jeweiligen Traditionen widerspiegeln.
Die Vesper in der Römisch-Katholischen Kirche
In der Liturgie der römisch-katholischen Kirche bildet die Vesper (lateinisch „preces vespertinae“, Abendgebet) zusammen mit den Laudes (Morgengebet) die wichtigsten Horen („Horae praecipuae“) und wird als der „doppelte Angelpunkt des täglichen Stundengebets“ (duplex cardo Officii cotidiani) betrachtet, wie es das Zweite Vatikanische Konzil in SC 89 formulierte.
Der Aufbau der Vesper im römischen Stundenbuch folgt einem Vier-Wochen-Rhythmus (Vierwochenpsalter), in dem sich Psalmen und Cantica, Antiphonen, Kapitel, Fürbitten und Orationen wiederholen. Ausnahmen bilden Feiertage sowie die Advents-, Weihnachts-, Fasten- und Osterzeit, für die eigene Formulare vorgesehen sind. Hochfeste und Sonntage beginnen liturgisch bereits am Vorabend; die Vesper am Vorabend wird dann als „erste Vesper“ bezeichnet, die am Tage selbst als „zweite Vesper“.
Die Fürbitten innerhalb der Vesper unterscheiden sich von denen der Laudes. Während die „Preces“ der Laudes Bitten für den jeweiligen Tag sind, umfassen die Fürbitten der Vesper umfassendere Bitten für die Kirche und die gesamte Welt. Sie schließen traditionell mit der Bitte für die Verstorbenen, was einer alten liturgischen Tradition entspricht.
Ist die Vesper die letzte Hore des Tages, die in Gemeinschaft gebetet wird, wird häufig die der Zeit im Kirchenjahr entsprechende marianische Antiphon angefügt, die ansonsten die Komplet beschließt. Früher waren fünf Psalmen vorgesehen; dies hat sich im Stundengebet einiger kontemplativer Orden (etwa Benediktiner, Zisterzienser, Kartäuser) erhalten. Das tägliche Beten der Vesper ist für Priester, Diakone und Personen des gottgeweihten Lebens verpflichtend, Laien wird es empfohlen. Eine Vesper, der ein Bischof oder ein infulierter Abt vorsteht, wird Pontifikalvesper genannt.
Eine besondere Form ist die Totenvesper, das liturgische Abendgebet mit anlassbezogenen Texten. Sie kann in der Zeit der Trauer zwischen Tod und Beerdigung gebetet oder gesungen werden, ferner am Abend des Begräbnistages, 30 Tage nach dem Begräbnis oder beim Jahrgedächtnis. Im Gotteslob (GL 655 bis 658) findet sich hierfür eine Vorlage.
Die Vesper in der Evangelisch-Lutherischen Kirche
Die lutherische Kirche hat die Vesper als Abendgebet beibehalten und über die Jahrhunderte hinweg weiterentwickelt, sodass sie bis ins Zeitalter von Rationalismus und Aufklärung durchgängig gefeiert wurde. Insgesamt werden historisch fünf unterschiedliche Ausprägungen der Vesper unterschieden:
- Vesper mit Predigt und reicher liturgischer Ausgestaltung unter Verwendung der lateinischen Sprache.
- Vesper mit Predigt in schlichter Form, aber ebenfalls in Latein.
- Vesper, die hauptsächlich aus Wortverkündigung und Gesang besteht.
- Vesper von der Kanzel mit Katechese, die der Belehrung diente.
- Eine erweiterte Vesper durch eine Gebetsstunde am Sonntagabend.
Seit den 1920er-Jahren haben sich in Deutschland Kreise wie die Berneuchener Bewegung, die Michaels- oder Ansverusbruderschaft gebildet, die sich zu täglichen Gebetszeiten verpflichteten und Formen eines evangelischen Tagzeitengebets erprobten, oft durch die Entwicklung einer deutschen Gregorianik. 1998 wurde das „Evangelische Tagzeitenbuch“ in einer vollständig neu gestalteten Ausgabe herausgegeben.

Mit der Agende II wurde 1960 in den evangelisch-lutherischen Kirchen eine Ordnung für die Vesper als Gemeindegottesdienst angeboten. Die Thüringische Landeskirche gab 1959 das sogenannte Evangelische Brevier heraus (5. Auflage 2001 unter dem Titel „Biblisches Brevier“). Es enthält neben Morgengebet (Mette) und Tagesgebet (Laudes) eine Ordnung für die Vesper, die der katholischen Ordnung ähnelt, aber eigene Wege geht: Anstelle des Responsoriums tritt die Erklärung des Credo aus Luthers Kleinem Katechismus, und anstelle des ganzen Vaterunsers wird jedem Wochentag eine Vaterunser-Bitte zugeordnet, verbunden mit der entsprechenden Strophe aus Luthers Vaterunser-Lied. Dies nimmt alte Traditionen evangelischer Wochentagsgottesdienste, die dem Unterricht im Katechismus dienten, auf und verbindet sie mit der Struktur des Stundengebets.
Die Vesper in der Anglikanischen Kirche
Die anglikanische Kirche knüpfte im 16. Jahrhundert mit dem Modell des „Daily Evening Prayer“ im Book of Common Prayer wieder an die Tradition des abendlichen Gemeindegebets an. Sie gilt als eine der Kirchen, die das tägliche Abendgebet in den Gemeinden lebendig halten konnten. Zum altkirchlichen Erbe gehört der tägliche Hymnus „O Gracious Light“ (Phos hilaron). Im heutigen Lektionar (1979) sind die Psalmen in einem Sieben-Wochen-Zyklus geordnet. Dieses Abendgebet nennt man „Evening Service“, „Evening Prayer“ oder auch „Evensong“.
Die Vesper im Byzantinischen Ritus
In den Kirchen des byzantinischen Ritus (vor allem den orthodoxen Kirchen) wird die Vesper besonders vor den großen Festen festlich mit der ganzen Gemeinde gefeiert, in den Klöstern wird sie täglich zelebriert. Es wird zwischen großer und kleiner Vesper unterschieden. Die große Vesper vereinigt in zwei aufeinanderfolgenden Teilen die monastische und die Kathedralvesper.
Die Grundstruktur der großen Vesper umfasst:
- Eröffnungsriten und -gebete, gefolgt von Psalm 104 mit dem „Leuchtengebet“ und einer großen Ektenie (Fürbittlitanei).
- Die monastische Vesper mit dem Kathisma (ca. 8 Psalmen).
- Die Kathedralvesper mit dem Luzernar, kleinen Litaneien, den Abendpsalmen 141, 142, 130, 117 mit Weihrauchopfer, dem Einzug der Liturgen mit dem Hymnus „Phos hilaron“, gegebenenfalls einer Schriftlesung, Fürbitt-Litaneien und dem Lobgesang des Simeon.
Weitere kleinere Gesänge und Gebete, zum Teil anlassbezogen, können hinzukommen, auch die Brotsegnung (Artoklasia) wird manchmal im Zusammenhang mit der Vesper gehalten.
Die Vesper im Koptischen Ritus
Der koptische Ritus, der auch die äthiopische Kirche beeinflusste, ist stark durch den monastischen Typ des Stundengebets geprägt. Dies zeigt sich in einem umfangreichen Psalmen-Pensum als fortlaufende Lesung, unabhängig vom Anlass. Das Formular des koptischen Stundenbuchs („Agpeya“) sieht täglich zur jeweiligen Gebetsstunde dieselben Psalmen und Lesungen vor. Zum Gebet zur elften Stunde (Vesper) gehören die Psalmen 117, 118, 120–129, das Evangelium Lk 4,38–41 (Jesus heilt viele Menschen zur Zeit des Sonnenuntergangs), zahlreiche weitere Gebete und das Vaterunser. Der Psalm 51 wird zu Beginn einer jeden Hore gebetet.
Vergleich der Vesper in verschiedenen Konfessionen
Um die Vielfalt der Vesper-Praktiken besser zu verstehen, bietet die folgende Tabelle eine Übersicht über einige Merkmale in verschiedenen christlichen Konfessionen:
| Merkmal | Römisch-Katholisch | Evangelisch-Lutherisch | Anglikanisch | Byzantinisch (Orthodox) | Koptisch |
|---|---|---|---|---|---|
| Charakter | „Doppelter Angelpunkt“ des Stundengebets, wichtigste Hore neben Laudes. | Beibehalten und weiterentwickelt, oft mit Predigt oder Katechese. | „Daily Evening Prayer“, lebendig in Gemeinden, „Evensong“. | Festlich, besonders vor Festen, täglich in Klöstern. | Stark monastisch geprägt, umfangreiches Psalmen-Pensum. |
| Verpflichtung | Priester, Diakone, Ordensleute verpflichtend; Laien empfohlen. | Empfohlen, oft als Gemeindegottesdienst angeboten. | Empfohlen, tägliche Feier in vielen Gemeinden. | Mönche täglich; Gemeinde feiert meist vor Festen. | Geistliche verpflichtend. |
| Besondere Formen | Erste Vesper (Vorabend), Zweite Vesper (Tag selbst), Totenvesper. | Historisch fünf Ausprägungen (mit/ohne Predigt, Katechese). | Evening Service, Evening Prayer, Evensong. | Große Vesper, Kleine Vesper. | Einheitliches Formular im „Agpeya“. |
| Kern-Elemente | Psalmen, Cantica (Magnificat), Fürbitten, Vater unser. | Psalmen, Wortverkündigung, Gesang, Katechismus-Erklärung. | Psalmen, Hymnen (O Gracious Light), Lesungen. | Psalmen, Luzernar, Phos Hilaron, Ektenien, Lobgesang des Simeon. | Umfangreiche Psalmen, Evangelium, Vater unser. |
Die musikalische Bedeutung der Vesper
Die Psalmen und Hymnen des Vespergebetes haben über die gesamte abendländische Musikgeschichte hinweg viele Komponisten inspiriert. Die tiefe Spiritualität und die poetische Sprache der Texte boten eine fruchtbare Grundlage für musikalische Vertonungen, die oft zu Meisterwerken wurden.
Zu den bekanntesten Werken zählen Claudio Monteverdis „Marienvesper“ oder „Vespro della Beata Vergine“, ein monumentales Werk, das die musikalische Pracht des Frühbarocks widerspiegelt. Auch Antonio Vivaldi, Wolfgang Amadeus Mozart (mit seinen „Vesperae de Dominica“ und „Vesperae solennes de Confessore“), Anton Bruckner und Sergei Rachmaninoff haben bedeutende Vesper-Vertonungen geschaffen. Musikalische Vertonungen folgen in der Regel der alten Ordnung, so dass eine komplette Vespervertonung meist fünf Psalmen aufweist, wie beispielsweise in der Sonntagsvesper (nach der lateinischen Zählung die Psalmen 109–112 und 113) oder in der ersten Vesper für einen heiligen Bekenner (an fünfter Stelle Psalm 116).
Häufig gestellte Fragen zur Vesper
Wann ist die Gebetszeit für die Vesper?
Es gibt keine fest vorgeschriebene, minutengenaue Gebetszeit für die Vesper. Traditionell und als üblicher Zeitpunkt gilt der frühe Abend. Dies kann je nach Jahreszeit und lokaler Tradition variieren, liegt aber typischerweise zwischen Sonnenuntergang und dem Beginn der Nacht. Der Sinn ist es, den Tag mit Dank und Gebet abzuschließen.
Wie viele Vespern gibt es in der katholischen Kirche?
In der katholischen Kirche gibt es formal eine Vesper pro Tag als Teil des Stundengebets. Jedoch beginnen Hochfeste und Sonntage liturgisch bereits am Vorabend. Daher wird die Vesper am Vorabend als „erste Vesper“ bezeichnet, und die Vesper am Tag des Festes selbst als „zweite Vesper“. Dies bedeutet, dass an diesen Tagen zwei verschiedene Vesper-Formulare gebetet werden können, die sich in ihren Texten unterscheiden.
Wer ist zum Beten der Vesper verpflichtet?
In der römisch-katholischen Kirche sind Priester, Diakone und Personen des gottgeweihten Lebens (Ordensleute) zur täglichen Verrichtung der Vesper – und des gesamten Stundengebetes – verpflichtet. Laien ist das Beten der Vesper dringend empfohlen und wird von vielen Gläubigen praktiziert, ist aber nicht verpflichtend.
Ist die Vesper immer gleich?
Nein, der Ablauf einer Vesper ist zwar im Wesentlichen immer gleich – mit Wechselgesängen, Lesung, Fürbitten und dem Vater unser – doch die spezifischen Gebets- und Liedtexte wechseln. Sie sind auf die jeweilige Tageszeit, den Wochentag, die liturgische Jahreszeit (z.B. Advent, Fastenzeit, Osterzeit) oder besondere Anlässe (z.B. Feste von Heiligen, Totenvesper) abgestimmt. Dadurch bleibt die Vesper lebendig und relevant für das jeweilige Kirchenjahr.
Was ist der Unterschied zwischen „erster“ und „zweiter“ Vesper?
Die „erste Vesper“ wird am Vorabend von Sonntagen und Hochfesten gebetet. Da diese liturgisch bereits am Vorabend beginnen, dient die erste Vesper dazu, das bevorstehende Fest oder den Sonntag einzuleiten. Die „zweite Vesper“ wird dann am Abend des Sonntags oder Hochfestes selbst gebetet und bildet den Abschluss dieses liturgischen Tages. Beide haben spezifische Texte, die auf das jeweilige Ereignis zugeschnitten sind.
Fazit
Die Vesper ist ein zeitloses Abendgebet, das über Jahrhunderte hinweg Gläubige in verschiedenen christlichen Traditionen miteinander verbindet. Sie ist ein Moment der Besinnung, des Dankes und der Bitte am Ende des Tages, der den Übergang von der Aktivität zur Ruhe markiert. Ihre tiefen historischen Wurzeln, ihre reiche liturgische Vielfalt und ihre inspirierende Rolle in der Musikgeschichte zeugen von ihrer anhaltenden Bedeutung für das christliche Leben. Ob in der feierlichen Gemeinschaft einer Kathedrale oder in der Stille des persönlichen Gebets – die Vesper lädt dazu ein, den Tag in Gottes Gegenwart zu beschließen und Kraft für die kommende Nacht zu schöpfen.
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