Wie vollziehe ich die Niederwerfung beim ID-Gebet?

Eid-Gebete: Anleitung, Bedeutung & Predigt-Timing

29/10/2022

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Die Eid-Gebete, im Arabischen als ‚Salat al-Eid‘ oder ‚Salat al-Idayn‘ bekannt, sind besondere Festtagsgebete im Islam, die zu den Höhepunkten des muslimischen Jahres gehören. Sie markieren den Abschluss bedeutender spiritueller Perioden und versammeln Muslime weltweit in Einheit und Dankbarkeit. Es gibt zwei Hauptfeste, die mit diesen Gebeten verbunden sind: das ‚Eid al-Fitr‘, das Fastenbrechenfest, und das ‚Eid al-Adha‘, das Opferfest. Während beide Anlässe von großer Freude und Gemeinschaft geprägt sind, unterscheiden sie sich in ihrer Bedeutung, ihrem Zeitpunkt und den damit verbundenen Ritualen. Dieser Artikel beleuchtet die Essenz dieser Gebete, ihre praktische Durchführung und eine wichtige historische Frage, die oft gestellt wird: Wer gab die Predigt vor dem Gebet?

Inhaltsverzeichnis

Die Bedeutung der Eid-Gebete im Islam

Die Eid-Gebete sind ein zentraler Bestandteil der islamischen Festtagskultur. Sie sind nicht nur eine religiöse Pflicht, sondern auch eine Gelegenheit für die muslimische Gemeinschaft, zusammenzukommen, ihre Verbundenheit zu stärken und Allahs Segen zu feiern. Jedes dieser Feste hat seine eigene einzigartige Geschichte und spirituelle Tiefe:

Eid al-Fitr: Das Fest des Fastenbrechens

Das ‚Eid al-Fitr‘, oft als „Zuckerfest“ bekannt, wird am ersten Tag des 10. Monats (‚Shawwal‘) des islamischen Kalenders gefeiert, unmittelbar nach dem heiligen Monat Ramadan. Es ist ein Fest der Freude und des Dankes dafür, dass man die spirituellen Anstrengungen des Fastens und der Gottesdienste im Ramadan erfolgreich absolviert hat. Es symbolisiert das Ende einer Zeit der Entbehrung und Besinnung und den Beginn einer Phase des Feierns und der Gemeinschaft. Muslime besuchen sich gegenseitig, tauschen Geschenke aus und spenden an Bedürftige (Zakat al-Fitr), um sicherzustellen, dass jeder an der Freude des Festes teilhaben kann.

Wer gab die Predigt vor dem Gebet?
Es wird gesagt\, dass die erste Person\, die gibt Die Predigt vor dem Gebet war Marwan Ibn Hakam. “ \[Siehe Kitab al-Umm (1 \/ 235-236) von Imam Ash-Shafi’i und ‚Arida al-Ahwadhi (313-6) von Qadhi Ibn Al-Arabi al-Maliki\]

Eid al-Adha: Das Opferfest und der Höhepunkt der Pilgerfahrt

Das ‚Eid al-Adha‘ ist für den Morgen des 10. ‚Dhul-Hidscha‘ vorgesehen, dem Monat, in dem die jährliche Pilgerfahrt (‚Hadsch‘) nach Mekka stattfindet. Dieses Fest bildet den Höhepunkt der Pilgerfahrt und ist eines der wichtigsten Feste im Islam. Es erinnert an die Bereitschaft des Propheten Ibrahim (Abraham), seinen Sohn Ismael als Gehorsam gegenüber Allah zu opfern, bevor Allah ihn durch ein Tieropfer ersetzte. Das Opferfest ist somit ein Symbol für Hingabe, Gehorsam und Vertrauen in Allah.

Für diejenigen, die die Hadsch nicht vollziehen, ist es dennoch ein Tag des Gebets, des Opferns und der Nächstenliebe. Ein wesentlicher Bestandteil des Opferfestes ist das Schlachten eines Opfertieres (Uḍḥiya), dessen Fleisch traditionell in drei Teile geteilt wird: ein Teil für die eigene Familie, ein Teil für Freunde und Nachbarn und ein Teil für die Armen und Bedürftigen. Dies unterstreicht den sozialen Aspekt des Festes und die Bedeutung der Solidarität innerhalb der Gemeinschaft.

Die Kontroverse um die Predigt: Vor oder nach dem Gebet?

Eine zentrale Frage, die in der islamischen Geschichte diskutiert wurde und auch im vorliegenden Kontext relevant ist, betrifft den Zeitpunkt der Predigt (Khutba) bei den Eid-Gebeten. Die ursprüngliche Praxis des Propheten Muhammad (sallallahu ‚alayhi wa sallam) und seiner rechtgeleiteten Kalifen war klar:

Die Sunnah: Predigt nach dem Gebet

Die authentischen Überlieferungen (Hadith) belegen eindeutig, dass der Prophet Muhammad (sallallahu ‚alayhi wa sallam), Abu Bakr, ‚Umar und ‚Uthman (möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein) das Eid-Gebet stets vor der Predigt verrichteten. Al-Bukhari betitelte sogar ein Kapitel in seinem berühmten Werk „Sahih“ mit „Kapitel: Die Predigt nach dem Eid-Gebet“. Ibn Abbas und Ibn ‚Umar berichteten übereinstimmend, dass die Gebete vor der Predigt stattfanden.

Dies ist die etablierte Praxis (Sunnah) des Propheten und seiner Gefährten. Die Predigt nach dem Gebet gibt den Gläubigen die Möglichkeit, nach dem Gebet in Ruhe zuzuhören und die Lehren aufzunehmen, ohne dass sie befürchten müssen, das Gebet zu verpassen, wenn sie spät eintreffen.

Die Neuerung: Predigt vor dem Gebet

Die Frage, wer die Predigt vor dem Gebet gab, führt uns zu einer historischen Veränderung, die von Marwan ibn Hakam ausging. Waliullah ad-Dihlawi erklärte, dass diese Abweichung eine Neuerung (Bid’ah) darstellte, die auf einer analogen Ableitung vom Freitagsgebet basierte, bei dem die Predigt tatsächlich vor dem Gebet gehalten wird. Imam At-Tirmidhi bestätigte ebenfalls, dass Marwan Ibn Hakam die erste Person war, die die Predigt vor dem Eid-Gebet hielt.

Diese Änderung wurde kritisiert, da sie der etablierten Sunnah widersprach. Die Praxis des Propheten und seiner Gefährten, das Gebet vor der Predigt zu verrichten, wird von den meisten Gelehrten als die bevorzugte und korrekte Methode angesehen.

Ein Vergleich der beiden Praktiken:

AspektSunnah (Prophet & Gefährten)Neuerung (Marwan ibn Hakam)
Zeitpunkt der PredigtNach dem GebetVor dem Gebet
BasisPraxis des Propheten (Sunnah)Analogie zum Freitagsgebet
AkzeptanzAllgemein akzeptiert und bevorzugtAls Neuerung kritisiert

Die Rituale des Opferfestes (Eid al-Adha) und die Pilgerfahrt (Hadsch)

Da das Opferfest eng mit der Pilgerfahrt verbunden ist, lohnt es sich, die damit verbundenen Rituale genauer zu betrachten. Die Pilgerfahrt ist eine tiefgreifende spirituelle Reise, die das Leben eines Muslims prägen kann.

Die Handlungen der Pilgerfahrt sind umfassend und folgen einer festgelegten Reihenfolge:

  1. Der Weihezustand (Ihram): Zu Beginn der Pilgerfahrt begeben sich die Pilger in den Ihram, einen Zustand der rituellen Reinheit, der ab Mekka oder den Weihestätten (Miqat) beginnt.
  2. Verweilen auf Arafat: Dies ist der Höhepunkt der Pilgerfahrt. Am 9. Dhul-Hidscha versammeln sich die Pilger auf der Ebene von Arafat und verbringen den Tag mit Gebeten und Bittgebeten. Es ist ein Moment intensiver Besinnung und Reue. Die Weltgemeinschaft der Muslime feiert zudem, dass Pilger am Tag zuvor, dem Tag des Arafat, Imam Mahdi treffen durften, da er laut Überlieferungen jedes Jahr zu dieser Zeit dort ist, auch wenn Er sich nicht zu erkennen gibt.
  3. Verweilen in Masch’ar-ul-Haram: Nach Sonnenuntergang auf Arafat begeben sich die Pilger nach Muzdalifah und verbringen die Nacht bis zum Sonnenaufgang am Berg Masch’ar-ul-Haram.
  4. Bewerfen des Felsens von Aqaba: Am Tag des Opferfestes bewerfen die Pilger den großen Felsen von Aqaba in Mina mit Steinen. Dies symbolisiert das Steinigen des Teufels (Schaitan) im Herzen und das Abweisen von Versuchungen.
  5. Das Opfer: Nach dem Steinigen wird in Mina das Opfer in Form eines Opfertieres dargebracht.
  6. Die Kürzung/Rasur der Haare (Taqsir/Halq): Anschließend schneiden die Pilger alle Haare ab (Halq) oder kürzen sie (Taqsir). Dies symbolisiert den Abschluss eines Teils der Rituale und ein körperliches Opfer.
  7. Verweilen in Mina: Die Pilger verbleiben die folgenden zwei Nächte (des 11. und 12. Tages des Monats) in Mina und bewerfen an diesen Tagen die drei Felsen (klein, mittel, groß).
  8. Das Umkreisen der Kaaba (Tawaf al-Ifada): Darauf folgt das Umkreisen der Kaaba, der Großen Moschee in Mekka, verbunden mit dem zugehörigen Ritualgebet (‚Salat-ul-Tawwaf‘).
  9. Das Eilen (Sa’y): Danach ist das Eilen zwischen den Hügeln Safa und Marwa siebenmal vorgeschrieben, eine Strecke von insgesamt 3,15 km.
  10. Umkreisen der Frauen (Tawaf-un-Nisa): Ein weiteres Umkreisen der Kaaba, speziell für die Frauen, ist ebenfalls Teil der Rituale.

Das Opferfest verbindet die Pilger mit der weltweiten Gemeinschaft an Muslimen und dient als universeller Ausdruck der Hingabe. Das Sprichwort „opfere deinen Ismael“ leitet sich von der Geschichte Abrahams ab und drückt aus, dass man bereit sein muss, irdische Dinge loszulassen, die einen von der Liebe zu Allah ablenken.

Wer gab die Predigt vor dem Gebet?
Es wird gesagt\, dass die erste Person\, die gibt Die Predigt vor dem Gebet war Marwan Ibn Hakam. “ \[Siehe Kitab al-Umm (1 \/ 235-236) von Imam Ash-Shafi’i und ‚Arida al-Ahwadhi (313-6) von Qadhi Ibn Al-Arabi al-Maliki\]

Praktische Anleitung: Wie wird das Eid-Gebet verrichtet?

Das Eid-Gebet ist ein besonderes Gebet, das sich vom täglichen Gebet unterscheidet. Es wird in der Regel in großen Versammlungen in Moscheen oder auf offenen Feldern verrichtet. Die Bedingungen, um ‚Id Salaat (Feiertagsgebet) abzuhalten, ähneln denen für Jumuah Salaat, mit dem wichtigen Unterschied, dass die Khutba (Predigt) nicht zwingend notwendig ist, aber nach dem Gebet gehalten werden sollte. Die zwei Khutbas nach dem Gebet sind Sunnah und sollten die Vorschriften bezüglich Salat ul Fitr und Uzhiyya (Opferfleisch bei ‚Id ul Adha) sowie die Takbirs, die in den Tashriq Tagen (vom Fajr des 9. Dhul-Hidscha bis Asr des 13.) gemacht werden, erläutern.

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Durchführung des Eid-Gebets:

Ablauf des Eid-Gebets (Zwei Raka’at)

Das Gebet findet in der Gemeinschaft statt, und die Gläubigen folgen dem Imam in den Gebetshaltungen. Die Absicht (Niyyah) für das Eid-Gebet wird im Herzen gefasst.

Erste Raka’ah (Gebetseinheit)

  1. Absicht fassen: Fasse die Absicht im Herzen, das Eid-Gebet zu verrichten und dem Imam zu folgen.
  2. Beginn und erster Takbir (Takbirat al-Ihram): Der Imam beginnt mit dem Gebet. Hebe die Hände bis zu den Ohren und sage: ALLAHU AKBAR (Allah ist der Größte). Lege danach die rechte Hand auf die linke auf der Brust oder unter dem Nabel.
  3. Dua’ al-Istiftah: Rezitiere leise das Eröffnungsgebet: „Subhanaka allahumma wa bihamdika wa tabarakasmuka wa ta‘ala dschaduka wa la ilaha ghairuk“ (Preis sei Dir, o Allah, und Lob sei Dir, und gesegnet ist Dein Name, und hoch erhaben ist Deine Herrschaft, und es gibt keinen Gott außer Dir).
  4. Zweiter Takbir (zusätzlicher Takbir): Hebe erneut die Hände bis zu den Ohren und sage: ALLAHU AKBAR. Lasse die Hände danach wieder herunterhängen.
  5. Dritter Takbir (zusätzlicher Takbir): Hebe wieder die Hände und sage: ALLAHU AKBAR. Lasse die Hände danach wieder herunterhängen.
  6. Vierter Takbir (zusätzlicher Takbir): Hebe nochmals die Hände und sage: ALLAHU AKBAR. Lege danach die rechte Hand auf die linke, wie nach dem ersten Takbir.
  7. Rezitation: Der Imam wird nun laut die Sure Al-Fatiha rezitieren und danach eine weitere Sure aus dem Qur’an laut rezitieren. Du bleibst dabei in der Standposition (Qiyam).
  8. Verbeugung (Ruku): Sage ALLAHU AKBAR und beuge deinen Körper tief nach vorne, lege deine Hände auf die Kniescheiben. Sage dreimal: „SUBHANA RABBIYA-L-‚AZIM“ (Gepriesen sei mein Allmächtiger Herr).
  9. Aufrichten aus dem Ruku: Richte dich wieder auf und sage: „SAMI’A-LLAHU LI-MAN HAMIDAH“ (Allah hört den, der Ihn lobpreist). Wenn du vollständig aufrecht stehst, sage: „RABBANA WA LAKA-L-HAMD“ (Unserem Herrn gebührt die Lobpreisung).
  10. Niederwerfung (Sujud) – Erste: Sage ALLAHU AKBAR und vollziehe die Niederwerfung, indem du kniest und deine Hände, Nase und Stirn auf den Boden legst. Sage in dieser Position dreimal: „SUBHANA RABBIYA-L-A’LA“ (Gepriesen sei mein allerhöchster Herr).
  11. Sitzen zwischen den Sujud: Richte deinen Oberkörper auf, während du ALLAHU AKBAR sagst, und bleibe in dieser Sitzposition. Sage dreimal: „RABBI-GHFIR LI, GHFIR LI“ (Mein Herr vergib mir, vergib mir).
  12. Niederwerfung (Sujud) – Zweite: Sage ALLAHU AKBAR und vollziehe die zweite Niederwerfung. Sage in dieser Position dreimal: „SUBHANA RABBIYA-L-A’LA“.
  13. Aufstehen zur zweiten Raka’ah: Während du aufstehst, um die nächste Position einzunehmen, sagst du: ALLAHU AKBAR.

Zweite Raka’ah (Gebetseinheit)

  1. Rezitation: Der Imam wird nun wieder die Sure Al-Fatiha laut rezitieren und danach eine weitere Sure aus dem Qur’an laut rezitieren. Du bleibst dabei in der Standposition (Qiyam).
  2. Fünfter Takbir (zusätzlicher Takbir): Hebe die Hände bis zu den Ohren und sage: ALLAHU AKBAR. Lasse die Hände danach wieder herunterhängen.
  3. Sechster Takbir (zusätzlicher Takbir): Hebe erneut die Hände und sage: ALLAHU AKBAR. Lasse die Hände danach wieder herunterhängen.
  4. Siebter Takbir (zusätzlicher Takbir): Hebe nochmals die Hände und sage: ALLAHU AKBAR. Lege danach die rechte Hand auf die linke, wie nach dem ersten Takbir der Raka’ah.
  5. Verbeugung (Ruku): Sage ALLAHU AKBAR und beuge deinen Körper tief nach vorne, lege deine Hände auf die Kniescheiben. Sage dreimal: „SUBHANA RABBIYA-L-‚AZIM“.
  6. Aufrichten aus dem Ruku: Richte dich wieder auf und sage: „SAMI’A-LLAHU LI-MAN HAMIDAH RABBANA WA LAKA-L-HAMD“.
  7. Niederwerfung (Sujud) – Erste: Sage ALLAHU AKBAR und vollziehe die Niederwerfung. Sage in dieser Position dreimal: „SUBHANA RABBIYA-L-A’LA“.
  8. Sitzen zwischen den Sujud: Richte deinen Oberkörper auf, während du ALLAHU AKBAR sagst, und bleibe in dieser Sitzposition. Sage dreimal: „RABBI-GHFIR LI, GHFIR LI“.
  9. Niederwerfung (Sujud) – Zweite: Sage ALLAHU AKBAR und vollziehe die zweite Niederwerfung. Sage in dieser Position dreimal: „SUBHANA RABBIYA-L-A’LA“.
  10. Letztes Sitzen (Tashahhud): Richte deinen Oberkörper auf, während du ALLAHU AKBAR sagst, und bleibe in dieser Sitzposition. Rezitiere den Tashahhud: „At-tahijatu-lillahi wa-salawatu wa-tajjibat. As-salamu alaika ajjuhan-nabbiju wa rahmat-ul-Ilahi wa barakatuh. As-salamu alaina wa ‘ala ‘ibadillahis-salihin. Aschhadu an la ilaha illallah wa aschhadu anna Muhammadan abduhu wa-rasuluh.“ (Ehre sei Allah und Anbetung und Heiligkeit. Friede sei mit Dir, o Prophet, und die Barmherzigkeit Allahs und Seine Segnungen. Friede sei mit uns und den frommen Dienern Allahs. Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.)
  11. Salawat auf den Propheten: Direkt danach sagt man: „Allahuma salli ‘ala Muhammadin wa ‘ala ali Muhammad kama sallaita ‘ala Ibrahima wa ‘ala ali Ibrahima innaka hamidu-madschid. Allahuma barik ‘ala Muhammadin wa ‘ala ali Muhammad kama barakta ‘ala Ibrahima wa ‘ala ali Ibrahima innaka hamidu-madschid.“ (Allah, segne Muhammad und seine Nachfolger wie Du Ibrahim und seine Nachfolger gesegnet hast. Wahrlich, Du bist der zu Lobende, der Ruhmreiche. Allah, segne Muhammad und seine Nachfolger wie Du Ibrahim und seine Nachfolger gesegnet hast. Wahrlich, Du bist der zu Lobende, der Ruhmreiche.)
  12. Abschluss (Taslim): Wende dein Gesicht zuerst nach rechts und sage: „As-salamu ‘alaikum wa rahmatu-llah“ (Friede sei mit euch und Allahs Gnade). Wende dann dein Gesicht nach links und sage: „As-salamu ‘alaikum wa rahmatu-llah“.

Nach dem Gebet folgt die Khutba (Ansprache oder Rede) des Imams, wie bereits erwähnt, im Gegensatz zum Jumuah-Gebet, bei dem die Khutba vor dem Gebet gehalten wird. In dieser Ansprache werden oft wichtige religiöse Lehren, Ermahnungen und die spezifischen Vorschriften der Eid-Feste erläutert.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Ist das Eid-Gebet Pflicht (Fard) oder empfohlen (Mustahab)?

Die verschiedenen islamischen Rechtsschulen haben unterschiedliche Ansichten über den Status des Eid-Gebets. Einige Schulen betrachten es als individuelle Pflicht (Fard Ain), andere als gemeinschaftliche Pflicht (Fard Kifaya) und wieder andere als stark empfohlene Sunnah (Sunnah Muakkadah). Für Männer ist es in den meisten Schulen stark empfohlen (Mustahab), während es für Frauen ebenfalls empfohlen, aber nicht so stark betont wird wie für Männer.

Was ist der Hauptunterschied zwischen Eid al-Fitr und Eid al-Adha?

Der Hauptunterschied liegt in ihrem Anlass und ihrer symbolischen Bedeutung. Eid al-Fitr markiert das Ende des Fastenmonats Ramadan und ist ein Fest des Fastenbrechens und der Dankbarkeit. Eid al-Adha hingegen markiert den Höhepunkt der Pilgerfahrt (Hadsch) und erinnert an die Opferbereitschaft des Propheten Ibrahim. Beide sind Feste der Freude und des Zusammenkommens, aber ihre Ursprünge und die damit verbundenen Rituale unterscheiden sich.

Warum ist die Predigt nach dem Eid-Gebet die Sunnah?

Die Predigt nach dem Gebet ist die Sunnah (Praxis) des Propheten Muhammad (sallallahu ‚alayhi wa sallam) und seiner Gefährten. Dies wird durch zahlreiche authentische Überlieferungen belegt. Es wird angenommen, dass dies den Gläubigen mehr Flexibilität bietet, da sie das Gebet nicht verpassen, wenn sie etwas später eintreffen. Die Predigt dient dann als spirituelle Bereicherung nach der Verrichtung des Gottesdienstes.

Was bedeutet das Sprichwort „Opfere deinen Ismael“?

Dieses Sprichwort bezieht sich auf die Geschichte des Propheten Ibrahim, der bereit war, seinen Sohn Ismael zu opfern, bevor Allah ihn durch ein Tieropfer ersetzte. Im übertragenen Sinne bedeutet „Opfere deinen Ismael“, dass man bereit sein sollte, alles aufzugeben, was einen von Allah ablenkt oder was man übermäßig liebt, sei es Besitz, Status oder persönliche Wünsche, um seine Hingabe und seinen Gehorsam gegenüber Allah zu beweisen. Es ist eine Metapher für Selbstlosigkeit und spirituelle Prioritätensetzung.

Fazit

Die Eid-Gebete sind weit mehr als nur Rituale; sie sind tief verwurzelte Ausdrucksformen des Glaubens, der Gemeinschaft und der Dankbarkeit im Islam. Sie bieten eine jährliche Gelegenheit zur Besinnung, zur Feier und zur Stärkung der Bindungen innerhalb der muslimischen Familie weltweit. Durch das Verständnis ihrer Bedeutung, ihrer historischen Entwicklung – insbesondere der Frage nach dem Zeitpunkt der Predigt – und ihrer korrekten Durchführung können Muslime diese gesegneten Tage in vollem Umfang erleben und ihre spirituelle Reise vertiefen.

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