Was ist das Evangelium?

Kantate: Der 4. Sonntag nach Ostern und sein Ruf

04/01/2024

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Der Sonntag Kantate, der vierte Sonntag nach Ostern, ist ein besonderer Tag im evangelischen Kirchenjahr, dessen Name allein schon eine Aufforderung in sich trägt: „Singt!“ Dieser Sonntag lädt Gläubige ein, die Wunder Gottes und die Freude des Lebens zu feiern. In der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten, die von Auferstehung, Himmelfahrt und dem Warten auf den Heiligen Geist geprägt ist, nimmt Kantate eine zentrale Rolle ein, indem er den Fokus auf das Lob und die Dankbarkeit für die Schöpfung und unser Dasein lenkt. Erfahren Sie mehr über die biblischen Texte, die liturgische Bedeutung und die tiefgründigen Botschaften dieses beweglichen Festtages.

Was ist der Text für die Lesung des Evangeliums am Sonntag?
Cantate! Der Text aus dem Evangelium nach Lukas, Kapitel 19, Verse 37-40, ist der Text für die Lesung des Evangeliums am Sonntag Kantate. Wir zeigen hier Lk 19,37-40 aus der Lutherbibel von 1545, gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift. S. Lucas. || Mt 21,1-11 || Mk 11, 1-10 || Joh 12, 12-16

Dieser Artikel beleuchtet die Traditionen und die theologische Tiefe des Sonntags Kantate, der uns daran erinnert, die Schönheit und das Geschenk des Lebens in all seinen Facetten zu preisen. Es ist eine Zeit, in der die Kirchen besonders die erste Heilige Kommunion und Konfirmationen begehen, und in der mehr Taufen und kirchliche Eheschließungen stattfinden als in jeder anderen Jahreszeit. Dies unterstreicht die lebensbejahende und freudige Natur dieser Periode.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Sonntag Kantate? Datum und Bedeutung

Der Sonntag Kantate ist der vierte von sechs Sonntagen, die zwischen Ostern und Pfingsten liegen. Sein Name leitet sich vom lateinischen Wort „Cantate“ ab, was „Singt!“ bedeutet, und ist dem Introitus-Psalm dieses Sonntags entnommen: „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“ (Psalm 98,1). Dieser Sonntag fällt immer auf ein bewegliches Datum, das direkt vom Osterdatum abhängt.

Konkret wird der Sonntag Kantate am 29. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag, begangen. Im Jahreskalender liegt er somit stets zwischen dem 19. April und dem 23. Mai. Ein Beispiel hierfür ist der 18. Mai 2025, an dem der Sonntag Kantate gefeiert wird. Die liturgische Farbe an diesem Sonntag ist traditionell Weiß, was Reinheit, Freude und Auferstehung symbolisiert – Themen, die die gesamte Osterzeit durchziehen.

Die Osterzeit im Kirchenjahr: Eine Zeit der Freude und Erwartung

Die Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten sind im evangelischen Kirchenjahr von großer Bedeutung. Sie dienen dem Gedenken an die Ereignisse, die sich zwischen der Auferstehung Christi und seiner Himmelfahrt ereigneten, sowie dem gespannten Warten auf das heilvolle Handeln Gottes durch die Kraft des Heiligen Geistes an Pfingsten. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte betonen den Glauben an die Schöpfung, an die Kraft des Betens, an die Macht des Segnens und an die Wirksamkeit der Taufe.

Diese Wochen sind eine Zeit des Übergangs und der Vorbereitung. Die Auferstehung hat die Welt verändert, und die Gläubigen sind aufgerufen, diese neue Realität zu leben und zu verkünden. Die Freude über die Erlösung und das neue Leben in Christus ist spürbar, während gleichzeitig die Erwartung auf die Sendung des Trösters, des Heiligen Geistes, wächst, der die Gemeinde stärken und leiten wird.

Die Sonntage der Osterzeit im evangelischen Kirchenjahr

Die sechs Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten werden allgemein als „Sonntage nach Ostern“ oder „Sonntage in der Osterzeit“ bezeichnet. In der evangelischen Kirche tragen diese Sonntage spezifische Namen, die oft den Anfangsworten des lateinischen Introitus (Eröffnungsvers) entnommen sind:

SonntagNameBedeutung / Bezug
OstersonntagOstersonntagAuferstehung Christi
1. Sonntag nach OsternQuasimodogeniti„Wie die neugeborenen Kindlein“ (1 Petr 2,2)
2. Sonntag nach OsternMisericordias Domini„Die Güte des Herrn“ (Ps 89,2)
3. Sonntag nach OsternJubilate„Jauchzet Gott, alle Lande!“ (Ps 66,1)
4. Sonntag nach OsternKantate„Singt dem Herrn ein neues Lied!“ (Ps 98,1)
5. Sonntag nach OsternRogate„Bittet!“ (Joh 16,24)
6. Sonntag nach OsternExaudi„Erhöre, Herr!“ (Ps 27,7)
PfingstsonntagPfingstsonntagAusgießung des Heiligen Geistes

„Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“ – Die Botschaft des Kantate-Sonntags

Der Sonntag Kantate ist eine tiefe Einladung zur Freude und zum Lobpreis. Singen ist ein natürlicher Ausdruck von Emotionen, und an diesem Sonntag geht es um die Freude über die Wunder, die Gott uns täglich bereitet. Oftmals nehmen wir diese Wunder als selbstverständlich hin, als etwas völlig Normales und Profanes, obwohl sie im Grunde göttliche Schöpfung sind.

Es ist für uns alltäglich, dass im Frühling Bäume und Büsche neues Laub austreiben und blühen, dass morgens die Sonne aufgeht, wir genug zu essen und zu trinken haben und unsere Kinder heranwachsen. Wir sehen, hören und fühlen, ohne darüber nachzudenken. Unser Herz schlägt, ohne dass wir es bewusst steuern. Und wenn doch einmal etwas Außergewöhnliches, etwas Wunderbares passiert, suchen wir schnell nach einer rationalen, natürlichen Begründung. Doch gibt es wirklich keine Wunder, oder übersehen wir sie einfach?

Das Wunder unseres Daseins

Die Welt um uns herum steckt voller Wunder, und das größte Wunder ist vielleicht unser eigenes Dasein. Allein die Tatsache, dass wir leben, dass es uns gibt, ist ein unfassbares Wunder. Wenn wir die Kette unserer Ahnen zurückverfolgen, bis zur Entstehung des ersten Lebens, bis zur Entstehung der Welt, wird die Unwahrscheinlichkeit unserer Existenz deutlich. Wie gering war die Wahrscheinlichkeit, dass jedes einzelne Individuum in dieser Kette den richtigen Partner fand, mindestens einen Nachkommen zeugte, der überlebte, um selbst Nachkommen zu zeugen? Kriege, Hungersnöte, Krankheiten, Epidemien, Unfälle – all das hätte unsere Existenz verhindern können. Es hätte sogar genügt, dass in einem winzigen Moment ein anderer Samenfaden genau jene Eizelle befruchtet hätte, aus der Ihr entscheidender Vorfahre hervorgegangen ist. Das Zeitfenster für eine Befruchtung ist klein; wäre es verpasst worden, gäbe es Sie heute nicht!

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass wir, dass Sie und ich existieren, ist theoretisch nahe Null. Doch wir sind hier. Natürlich lässt sich erklären, dass Sie als Mensch existieren, als Sohn oder Tochter, als Nachfahre. Das Leben geht weiter. Doch es lässt sich nicht erklären, dass es Sie als Person gibt, Sie ganz persönlich, mit Ihrem einzigartigen „ICH“. Unter Milliarden theoretischer Optionen, die schon allein Ihre Eltern in sich trugen, wurden Sie gezeugt. Ist das nicht wunderbar?

Ich lebe! – Ein wahrer Grund zur Freude!

„ICH lebe!“ – Ist es nicht wunderbar, das sagen zu können? Sagen Sie es! Bevor es die Steine tun. Freuen Sie sich darüber und genießen Sie die kurze Zeit auf Erden, so gut es geht! Manch einer mag denken: „So ein Quatsch! Schließlich können Steine nicht reden!“ – Wirklich nicht? Die Idee der redenden Steine ist doch ein schönes Bild, nicht wahr? Etwas, von dem wir wissen, dass es nicht reden kann, soll plötzlich sprechen und schreien? Jesus benutzte dieses Bild im Lukasevangelium (Lk 19,37-40), um zu erklären, dass Freude ein sehr natürlicher Ausdruck ist, dass Freude unbändig sein kann und dass es gut ist, sich zu freuen, besonders wenn es gute Gründe dafür gibt. Wenn Menschen ihrer Freude freien Lauf lassen, fangen sie womöglich an zu singen oder erzählen überschwänglich von dem, was sie erfreut, ohne Rücksicht darauf, ob andere es hören möchten.

Die biblischen Texte am Sonntag Kantate

Am Sonntag Kantate werden verschiedene biblische Texte gelesen, die die Themen des Lobpreises, der Freude und der göttlichen Fürsorge vertiefen. Die Liturgie ist reich an Botschaften, die zum Nachdenken und zur Dankbarkeit anregen.

Das Evangelium nach Lukas (Lk 19,37-40)

Der Text aus dem Evangelium nach Lukas, Kapitel 19, Verse 37-40, ist der klassische Text für die Lesung des Evangeliums am Sonntag Kantate in vielen evangelischen Gemeinden. Er beschreibt den Einzug Jesu in Jerusalem, bei dem seine Jünger Gott lautstark preisen:

DA Jheſus nahe hin zu kam / vnd zoch den Oleberg erab / fieng an der gantze Haufſe ſei­ner Jün­ger / mit freuden Gott zu loben mit lauter ſtim­me / vber alle Tha­ten / die ſie geſehen hatten / 38vnd ſpra­chen / Gelobet ſey der da kompt ein König in dem Namen des HERRN / Friede ſey im Hi­mel / vnd Ehre in der Höhe. 39Vnd etliche Pha­ri­ſe­er im Volck ſpra­chen zu jm / Meiſter ſtraf­fe doch deine Jünger. 40Er antwor­tet / vnd ſprach zu jnen / Ich ſage euch / Wo dieſe wer­den ſchwei­gen / ſo wer­den die Stei­ne ſchrei­en. ✽

(Lutherbibel 1545)

Diese Verse betonen, dass das Lob Gottes nicht unterdrückt werden kann. Selbst wenn Menschen schweigen würden, würde die Natur, die ältesten Zeugen der Schöpfung – die Steine – schreien und die Wunder Gottes verkünden. Jede Pflanze, die wächst, jeder Stein, der Zeugnis ablegt von der Erdgeschichte, spricht vom Wunder des Daseins.

Das Evangelium nach Johannes (Joh 16,5-15)

In einigen liturgischen Ordnungen, wie der Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, wird auch Johannes 16,5-15 als Evangelium für den Sonntag Kantate vorgesehen. Hier spricht Jesus zu seinen Jüngern über sein Weggehen und die Sendung des Trösters, des Geistes der Wahrheit:

Jesus sprach zu seinen Jüngern: Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin?
Doch weil ich das zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer.
Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht;
über die Sünde: daß sie nicht an mich glauben;
über die Gerechtigkeit: daß ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht;
über das Gericht: daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist.
Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen.
Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.

Was ist der Text für die Lesung des Evangeliums am Sonntag?
Cantate! Der Text aus dem Evangelium nach Lukas, Kapitel 19, Verse 37-40, ist der Text für die Lesung des Evangeliums am Sonntag Kantate. Wir zeigen hier Lk 19,37-40 aus der Lutherbibel von 1545, gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift. S. Lucas. || Mt 21,1-11 || Mk 11, 1-10 || Joh 12, 12-16

Dieser Text lenkt den Blick auf die bevorstehende Pfingstzeit und die Rolle des Heiligen Geistes, der die Wahrheit offenbart und Jesus verherrlicht. Er verbindet die Freude über die Gegenwart Gottes mit der Erwartung auf seine zukünftige Führung.

Die Epistel (Jak 1,17-21 oder 1 Kor 15,12-20)

Für die Epistel sind zwei Lesungen vorgesehen:

  • Jakobus 1,17-21: „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien. Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen.“ Dieser Text betont Gottes unveränderliche Güte und die Notwendigkeit, das Wort Gottes mit Sanftmut anzunehmen.
  • 1. Korinther 15,12-20: „Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? ... Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.“ Diese Lesung bekräftigt die zentrale Botschaft der Auferstehung, die das Fundament des christlichen Glaubens bildet.

Der Introitus und Psalm (Psalm 98)

Der Introitus (Eröffnungsvers) leitet den Gottesdienst ein und gibt dem Sonntag seinen Namen:

[Halleluja.] Christus ist auferstanden von den Toten, Halleluja, und ein Erstling geworden unter denen, die da schlafen. Halleluja, Halleluja. Psalm: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arme. Der Herr läßt sein Heil verkündigen, vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel; aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes. [Jauchzet dem Herrn alle Welt; singet, rühmet und lobet. Lobet den Herrn mit Harfen, mit Harfe und Psalmen. Mit Drommeten und Posaunen jauchzet vor dem Herrn, dem Könige. Das Meer brause und was drinnen ist, der Erdboden und die drauf wohnen.] Die Wasserströme müssen frohlocken, und alle Berge seine fröhlich vor dem Herren. Denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit Recht. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. B wie am Osterfeste

Dieser Lobpsalm, der auch am Christtag erklingt, weist auf die innere Einheit des Kirchenjahres hin und umfaßt das Ganze des Heilsgeschehens. Die Halleluja-Verse lassen den Ton der österlichen Freudenzeit weiterklingen.

Die Kollektengebete

Am Sonntag Kantate werden traditionell zwei Kollektengebete gesprochen:

  • Das erste Gebet bittet Gott darum, die Herzen der Gläubigen mit einerlei Sinn zu erfüllen und zu lieben, was er gebietet, und zu begehren, was er verheißt, damit unsere Herzen in aller Unruhe dieser vergänglichen Welt dort geborgen seien, wo die wahren Freuden sind.
  • Das zweite Gebet bittet Gott, den Heiligen Geist zu senden, damit er uns lehre, sein Lob zu verkündigen, und uns dahin führe, wo wir ihn schauen mögen von Angesicht zu Angesicht.

Das Lied der Woche („Nun freut euch, lieben Christen g'mein“)

Das Lied der Woche, „Nun freut euch, lieben Christen g'mein“ (EG 341), ist ein klassisches Kirchenlied, das die Freude über die Erlösung und die Taten Gottes ausdrückt. Es fasst die Botschaft des Sonntags zusammen und lädt die Gemeinde ein, in den Lobpreis einzustimmen.

Unterschiede im Kirchenkalender: Evangelisch vs. Katholisch

Es gibt deutliche Unterschiede in der Zählung und Namensgebung der Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten im evangelischen und römisch-katholischen Kirchenjahr. Die römisch-katholische Zählweise spricht von „Sonntagen der Osterzeit“ (nicht „nach Ostern“), was sich auf die Nummerierung auswirkt. Zudem wurden mit der Liturgiereform von 1970 die Sonntage „Misericordia Domini“ und „Jubilate Deo“ in ihrer Reihenfolge getauscht. Papst Johannes Paul II. bestimmte im Jahr 2000 den 2. Sonntag der Osterzeit (ehemals 1. Sonntag nach Ostern, „Weißer Sonntag“) zum „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“.

Diese Reformen führten zu Abweichungen des katholischen Kirchenkalenders zwischen Ostern und Pfingsten vom evangelischen Kirchenkalender, der aus der vorreformatorischen römisch-katholischen Liturgie hervorgegangen ist. Für die evangelische Kirchenordnung, die die Grundlage dieses Artikels bildet, bleiben die traditionellen Namen und die Zählung der Sonntage nach Ostern bestehen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Sonntag Kantate

Wann ist der Sonntag Kantate?

Der Sonntag Kantate ist der vierte Sonntag nach Ostern und fällt auf ein bewegliches Datum, das vom Osterdatum abhängt. Er liegt immer zwischen dem 19. April und dem 23. Mai eines Jahres, genau 28 Tage nach Ostern (am 29. Tag nach Ostersonntag).

Was bedeutet der Name „Kantate“?

„Kantate“ ist Lateinisch und bedeutet „Singt!“. Der Name leitet sich vom Introitus-Psalm dieses Sonntags ab, der lautet: „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“ (Psalm 98,1).

Welche biblischen Texte werden am Sonntag Kantate gelesen?

Die Hauptlesung des Evangeliums ist oft Lukas 19,37-40, die von den jubelnden Jüngern Jesu und der Aussage „Wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien“ handelt. In anderen Traditionen oder Agenden kann auch Johannes 16,5-15 gelesen werden, wo Jesus über die Sendung des Trösters spricht. Die Epistel ist entweder Jakobus 1,17-21 oder 1. Korinther 15,12-20. Der Psalm ist Psalm 98.

Warum ist der Sonntag Kantate eine Zeit der Freude?

Dieser Sonntag lädt dazu ein, die Freude über die Wunder Gottes in der Schöpfung und im eigenen Dasein auszudrücken. Er betont die unbändige Natur der Freude und die Notwendigkeit, Gottes Taten zu preisen, selbst in den scheinbar alltäglichen Dingen des Lebens.

Gibt es Unterschiede zwischen evangelischen und katholischen Osterzeiten?

Ja, die evangelische und römisch-katholische Kirche haben unterschiedliche Zählweisen und Namensgebungen für die Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten. Die evangelische Tradition folgt den vorreformatorischen Namen (wie Kantate), während die katholische Kirche nach der Liturgiereform von 1970 teilweise andere Namen und eine andere Reihenfolge verwendet.

Der Sonntag Kantate ist somit weit mehr als nur ein Datum im Kalender. Er ist eine lebendige Einladung, innezuhalten, die Wunder des Lebens zu erkennen und in Lobpreis und Dankbarkeit auszubrechen. Möge sich diese Freude in Ihrem Leben darin begründen, dass Sie die Wunder erkennen, die sich an Ihrem ganz persönlichen Wegesrand auftun, kleine und große, egal wie steinig der Weg ist, den Sie gehen. Cantate!

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