15/02/2023
Der Erste Johannesbrief beginnt, ähnlich dem Hebräerbrief, mit einer erhabenen und tiefgründigen Darstellung der Person Christi, ohne jegliche formale Einleitung. Diese einzigartige Herangehensweise unterstreicht die überragende Bedeutung des menschgewordenen Sohnes, des fleischgewordenen Wortes, für die Herzen der Gläubigen. Während der Hebräerbrief den Blick der jüdischen Gläubigen auf die verherrlichte Person und den himmlischen Dienst Christi lenkt, dient der Erste Johannesbrief dazu, alle Gläubigen vor Neuerungen in Lehre und Praxis zu bewahren. Er erinnert sie an das, was „von Anfang war“ – die unveränderliche Gnade und Herrlichkeit Seiner Person, in der Er sich auf der Erde offenbarte: wahrhaftig Gott und wahrhaftig Mensch, für immer in Ihm vereint.

Der Hauptgegenstand des Hebräerbriefes ist der in die Himmel eingegangene Mensch, während der des Ersten Johannesbriefes die Tatsache betont, dass Gott in Christus herabgekommen ist, um ewiges Leben zu geben. Beide Briefe sind jedoch reich an Details über die Person und das Sühnungswerk Christi, was ihre tiefe theologische Verwandtschaft bezeugt.
- Der einzigartige Anfang: Hebräerbrief und 1. Johannesbrief im Vergleich
- Das Wort des Lebens: Ewigkeit und Offenbarung
- Christi Menschsein und die Offenbarung des ewigen Lebens auf Erden
- Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn: Das Herz des Evangeliums
- Die Abwehr von Irrtümern: Wahre Gottheit und Menschheit Christi
- Das ewige Leben als unsere Lebensregel und Freude
- Die Quelle unvergleichlicher Freude: Die Einheit mit Gott
- Vergleichstabelle: Hebräerbrief und 1. Johannesbrief
- Häufig gestellte Fragen zum Evangelium und ewigen Leben
Der einzigartige Anfang: Hebräerbrief und 1. Johannesbrief im Vergleich
Es ist bemerkenswert, dass in beiden Briefen die Namen der Schreiber und der Empfänger fehlen. Dies mag verschiedene Gründe haben, doch der wichtigste ist wohl die überragende Bedeutung Christi, die in den Vordergrund treten sollte. Der Apostel Paulus, der als Schreiber des Hebräerbriefes vermutet wird, trat seine eigene Person bewundernswert zurück, um den Herrn als Apostel und Hohenpriester des christlichen Bekenntnisses vorzustellen. Er legte das Alte Testament aus und offenbarte keine neuen Wahrheiten mit apostolischer Autorität, sondern lehrte in der Art eines inspirierten Lehrers.
Der Johannesbrief hingegen richtet sich an die Familie Gottes, nicht nur angesichts des sich einschleichenden Bösen, sondern auch im Blick auf den furchtbaren Charakter der „letzten Stunde“, die für die Christen bereits angebrochen war. In dieser Zeit traten viele „Antichristen“ hervor, die einst unter den Gläubigen waren, nun aber in offener Feindschaft hinausgingen. Dies erforderte eine eindringliche Botschaft, die die Gläubigen in der Wahrheit festigen sollte.
Es ist ein Zeugnis göttlicher Weisheit, dass der Heilige Geist die Schreiber dieser Briefe auf solch ungewöhnliche Weise leitete, ihre Namen nicht zu erwähnen. Dies lenkt den Fokus vollständig auf die göttliche Botschaft und die Person Christi selbst.
Das Wort des Lebens: Ewigkeit und Offenbarung
Der erste Vers des Ersten Johannesbriefes, „Was von Anfang war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir angeschaut und unsere Hände betastet haben, betreffend das Wort des Lebens“, deutet darauf hin, dass das Johannesevangelium bereits bekannt war. Der Ausdruck „das Wort des Lebens“ wäre ohne Johannes 1, wo uns vieles über Ihn offenbart wird, unverständlich. Dort lesen wir: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“
Dieser grundlegende Kontrast zwischen der ewigen Existenz des Wortes („Im Anfang war das Wort“) und seiner zeitlichen Menschwerdung („Das Wort ward Fleisch“) ist entscheidend. Im Johannesbrief heißt es nicht „im Anfang“, sondern „von Anfang“, was auf die zeitliche Manifestation des ewigen Wortes auf der Erde hinweist. Das unerschaffene Sein des Wortes wird durch das Fehlen des Artikels im Griechischen unterstrichen, was auf das Grenzenlose hindeutet. „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde“ markiert den Beginn der Zeit; „Im Anfang war das Wort“ versetzt uns in die Ewigkeit.
Die Bezeichnung „das Wort des Lebens“ steht in engstem Zusammenhang mit dem Hauptgegenstand des Briefes. Sie wird plötzlich und unvermutet eingeführt, was die Ehrfurcht und die göttliche Bedeutung dieses Gegenstandes unterstreicht. Es ist ein mächtiges Zeugnis für den Herrn, in Johannes 1 mit dem Wort in Verbindung mit der Ewigkeit zu beginnen und hier in Verbindung mit Seiner Person als Mensch auf der Erde.
Christi Menschsein und die Offenbarung des ewigen Lebens auf Erden
Der inspirierte Evangelist Lukas betont in seiner Darstellung des Lebens des Herrn auf der Erde ebenfalls den Aspekt „von Anfang an“. Er geht weiter zurück als Markus und zeigt uns den Herrn in Seiner frühen Jugend, als Kindlein in der Krippe und im Tempel. Lukas stellt den Herrn als Mensch auf der Erde dar, der sich unter die Menschen begab, hörte und Fragen stellte. Diese Darstellung unterstreicht die Realität Seines Menschseins, das von den Jüngern gesehen, angeschaut und sogar betastet werden konnte.
Die Möglichkeit, den Herrn mit den Händen zu betasten, war ein unzweifelhafter Beweis Seines wahren Menschseins. Er erlaubte dies sogar nach Seiner Auferstehung, um jeden Zweifel an Seiner körperlichen Realität zu zerstreuen. Diese Offenbarung war ein klarer Gegenbeweis zu jener Bosheit, die Sein wahres Menschsein leugnen würde. Ebenso vehement wird die Lehre abgewehrt, die Seine Göttlichkeit leugnet und Ihn lediglich als einen Menschen mit außergewöhnlichen Kräften sieht. Doch Christus war wahrer Gott und wahrer Mensch in einer Person. Deshalb wird Er hier als „das Wort des Lebens“ bezeichnet. Das „Leben“, das höchste geistliche Leben, gehört Gott allein und ist etwas Höheres als bloße Schöpfermacht.
„Und das Leben ist offenbart worden.“ Diese Wahrheit ist der Grundton des Briefes. Das ewige Leben, das bei dem Vater war, wurde uns in der Zeit offenbart, als der Herr auf der Erde weilte. Es ist wichtig zu verstehen, dass „das Leben“ und „das ewige Leben“ im Neuen Testament dasselbe meinen, nur aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Die Offenbarung dieses Lebens fand nirgends anders als ausdrücklich auf dieser Erde statt, nicht im Himmel oder in der Ewigkeit vor der Schöpfung. Als der Sohn Gottes Mensch wurde und als treuer Zeuge gesehen und gehört wurde, erst dann wurde das ewige Leben offenbart. Es befand sich in Seiner sichtbaren, wirklichen Person auf der Erde, und eine auserwählte Schar von Jüngern bezeugte dies, um zu verkünden, dass Gott Mensch geworden und das ewige Leben in Christus in seiner vollkommenen Vortrefflichkeit den Menschen auf Erden offenbart worden war.
Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn: Das Herz des Evangeliums
Die zentrale Wahrheit des Christentums, die im Ersten Johannesbrief aufgezeigt wird, ist die Gemeinschaft mit dem Vater und mit Seinem Sohne Jesus Christus. „Was wir gesehen und gehört haben, verkündigen wir euch, auf dass auch ihr mit uns Gemeinschaft habet. Und zwar ist unsere Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohne Jesus Christus.“ Dies ist das kostbarste Vermächtnis der Liebe Gottes angesichts des Verfalls und der Gefahren. Diese Gemeinschaft, die am Pfingsttag begann, bleibt bestehen, und sie ist nicht nur das Teil der Apostel, sondern eines jeden einzelnen Christen und der Familie Gottes.
Der ausdrückliche Zweck dieser göttlichen Mitteilung ist es, uns in diese Gemeinschaft einzuführen und unsere Herzen mit Freude zu erfüllen. Es gibt keine andere Gabe, die unsere Herzen mit so unvergleichlicher Freude erfüllen könnte, als das in dem Herrn Jesus offenbarte ewige Leben als die neue, göttliche Natur in uns zu besitzen und so Gemeinschaft mit dem Vater und mit Seinem Sohne zu haben. Diese Freude ist in ihrem Ursprung und Wesen göttlich.
Das ewige Leben ist nicht lediglich der Messias als vollkommener Mensch, sondern das Wort und der Sohn Gottes in einem für Ihn bereiteten Leib. In der Vereinigung von Gottheit und Menschheit in dem Herrn Jesus liegt das Wunder Seiner Person hier auf Erden und der Segen der Offenbarung des ewigen Lebens in Ihm beschlossen. Dies ist das Wesen des neuen Lebens für den Gläubigen. Wenn wir Ihn im Wort der Wahrheit lesen, Ihn ehren und in Ihm das finden, was unsere Liebe hervorruft, können wir ausrufen: „Das ist mein Leben!“ Dadurch haben wir Gemeinschaft mit dem Vater und mit Seinem Sohne Jesus Christus.
Die Abwehr von Irrtümern: Wahre Gottheit und Menschheit Christi
Der Erste Johannesbrief beschäftigt sich vornehmlich damit, die Gläubigen vor listigen Versuchen zu bewahren, den Namen Jesu zu verdrehen und zu verleugnen. Er wehrt böse Lehren ab, die leugnen, dass Christus wahrer Mensch oder wahrer Gott war. Diese Häresien, die in den vierziger und neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und auch heute noch auftreten, versuchen, die Person des Herrn anzugreifen. Der Brief stellt mit Entschiedenheit klar, dass Christus beides war: vollkommener Mensch für Gott und vollkommener Gott für den Menschen, zugleich ewiger Sohn innerhalb der Personen der Gottheit.
Die Gläubigen werden aufgefordert, im Bewusstsein des ewigen Lebens, das sie in Ihm haben, immer tiefer gegründet zu werden. Dies befähigt sie, auch schwächeren Gläubigen zu helfen, dieses Leben als ihren bleibenden Besitz zu erkennen. Der Geist Gottes sorgt dafür, dass die Wahrheit nicht verdeckt oder entschuldigt wird, selbst wenn dies für jene, die in Irrtümer verstrickt sind, schmerzlich sein mag. Aufrichtigkeit vor Gott bedeutet Dankbarkeit für die Aufdeckung von Irrtümern und die Bereitschaft, sich davon loszusagen.
Das ewige Leben als unsere Lebensregel und Freude
Wenn wir das ewige Leben im Sohne besitzen, ist es von größter Bedeutung, klar zu erkennen, wie dieses Leben beschaffen ist. Es ist nicht nur unser Leben, sondern auch unsere Lebensregel. Der Heilige Geist hat es uns mit einer in der Heiligen Schrift ohnegleichen Ausführlichkeit veranschaulicht. Durch das Wort Gottes schenkt Er uns die vollständigste Einsicht in das, was die Wonne des Vaters war. Wir sollen gemeinschaftlich die Freude genießen, dass dies unser wirkliches neues Leben ist, zugleich aber auch ein beständiges Vorbild und eine Richtlinie für unser Selbstgericht.
Nur bei Christus, der das ewige Leben selbst ist, findet es seinen wahren Ausdruck, ohne die geringste Beimischung oder irgendeinen Schatten. Wenn wir den Herrn Jesus betrachten, wie Er uns in den Evangelien vorgestellt wird, sehen wir das Leben in seiner ganzen Vollkommenheit: Gerechtigkeit und Gnade, erhabene Würde und Unterordnung, Ernst und Zartheit, glühenden Eifer und Demut des Herzens, Reinheit in Sich Selbst und Mitleid für andere, Liebe zu Seinem Vater, zu den Gläubigen und zu den Sündern. Alles das, was durch den Vorhang Seines Fleisches hindurch erstrahlte, war das ewige Leben; und nur in Ihm kann die Fülle dieses Lebens geschaut werden.
Die Wiedergeburt und die Sündenvergebung durch Christus und Sein Werk sind der einzig richtige Anfang. Nachdem wir das ewige Leben empfangen haben, sollen wir durch Christus in die Gemeinschaft eingeführt werden, die uns mit Freude erfüllen soll. Durch das neue Leben erhalten wir die Fähigkeit und durch den Geist die Kraft, den Vater zu erkennen, nachdem wir den Sohn angenommen haben. Dies ist ein herrliches Vorrecht, das wir jetzt auf der Erde genießen dürfen, nicht erst im Himmel oder nach unserem Abscheiden. Der Heilige Geist ist jedem einzelnen von uns persönlich gegeben worden, damit Seine göttliche Kraft diese Gemeinschaft in uns bewirken möge.
Die Quelle unvergleichlicher Freude: Die Einheit mit Gott
Wir sind gemeinsame Teilhaber an den Segnungen des ewigen Lebens durch den Glauben an Christus. Wir haben zunächst Gemeinschaft mit dem Vater, weil wir Seinen Sohn Jesus Christus besitzen. Der Sohn ist die Wonne des Vaters, und Er ist es auch für dich und für mich. Der Vater und Seine Kinder finden ihre völlige und gemeinsame Freude im Sohne. Wer den Sohn hat, hat das Leben. Wir haben dieses wunderbare Leben, weil wir den Sohn haben. Nur der Vater kennt den Sohn vollkommen, daher schätzt auch nur Er den Sohn so, wie es Ihm gebührt. Doch auch wir, obwohl wir den Sohn nicht vollkommen kennen, lieben und uns an Ihm durch den Geist Gottes erfreuen, haben Gemeinschaft mit dem Vater in dem Sohne Jesus Christus.
Diese Gemeinschaft haben wir in dem Vater, der sowohl Sein Vater als auch unser Vater ist. Er wollte unser Vater sein und uns als Seine Kinder besitzen. Dies ist etwas, wozu die menschliche Natur unfähig ist, denn dieses Vorrecht ist für solche, die Teilhaber der göttlichen Natur geworden sind. Seine Quelle ist die Liebe des Vaters und des Sohnes, und die Kraft dazu der vom Himmel gesandte Heilige Geist, der für immer in uns ist und bei uns bleibt. Sollte unsere Freude da nicht völlig sein? Im Vergleich dazu treten selbst der Himmel und die ewige Herrlichkeit zurück, obwohl auch diese unser Teil sind. Nur der Unglaube kann ein Kind Gottes daran hindern, diese Gemeinschaft jetzt und hier auf der Erde zu genießen.
Vergleichstabelle: Hebräerbrief und 1. Johannesbrief
| Merkmal | Hebräerbrief | 1. Johannesbrief |
|---|---|---|
| Hauptthema | Christus als Hoherpriester im Himmel; der in die Himmel eingegangene Mensch. | Gott in Christus herabgekommen, um ewiges Leben zu geben; die Offenbarung des ewigen Lebens auf Erden. |
| Fokus auf Christus | Seine verherrlichte Person und Sein Dienst im Himmel, gegründet auf Sein Erlösungswerk. | Seine Person auf der Erde, wahrhaftig Gott und Mensch, Quelle der Gemeinschaft. |
| Zweck | Jüdische Gläubige auf himmlisches Heiligtum lenken, aus dem Lager hinausgehen. | Gläubige vor Neuerungen in Lehre und Praxis bewahren, an das „was von Anfang war“ erinnern. |
| Autorennennung | Fehlt | Fehlt |
| Betonung des Lebens | Reich an Details über Seine Person, impliziert das Leben durch Seine Überlegenheit. | Explizite Offenbarung des „Wortes des Lebens“ und des „ewigen Lebens“ auf Erden. |
| Abwehr von Irrtümern | Indirekt durch die Überlegenheit Christi über alttestamentliche Schatten. | Direkte Abwehr von Leugnungen Seiner wahren Menschheit und Gottheit (Antichristen). |
Häufig gestellte Fragen zum Evangelium und ewigen Leben
- Was ist der besondere Gegenstand des Evangeliums laut dem 1. Johannesbrief?
Der besondere Gegenstand ist die Offenbarung des ewigen Lebens in der Person Jesu Christi auf der Erde und die daraus resultierende Gemeinschaft der Gläubigen mit dem Vater und dem Sohn. - Warum wird im 1. Johannesbrief der Schreiber nicht genannt?
Das Fehlen des Schreibernamens lenkt die volle Aufmerksamkeit auf die überragende Bedeutung Christi und die göttliche Botschaft selbst, anstatt auf die menschliche Autorität. - Was bedeutet die Bezeichnung „das Wort des Lebens“?
„Das Wort des Lebens“ bezieht sich auf Jesus Christus selbst, der von Ewigkeit her existierte (das Wort) und das ewige Leben in sich trägt und offenbart hat. Es betont Seine göttliche und menschliche Natur. - Warum wurde das ewige Leben auf der Erde offenbart und nicht im Himmel?
Die Offenbarung des ewigen Lebens fand auf der Erde statt, weil hier die Sünde und der Tod herrschten. Christus, der zweite Mensch, offenbarte durch Seinen Gehorsam bis zum Tod das ewige Leben, um Satan zu besiegen und die Grundlage für ewige Erlösung zu legen. - Was ist die Grundlage unserer Gemeinschaft mit Gott?
Die Grundlage unserer Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn ist das ewige Leben, das wir durch den Glauben an Jesus Christus empfangen haben. Es ist eine neue, göttliche Natur in uns, die uns befähigt, diese Gemeinschaft zu genießen. - Können wir das ewige Leben und die Gemeinschaft mit Gott schon jetzt auf der Erde genießen?
Ja, der Heilige Geist ist jedem Gläubigen persönlich gegeben worden, damit Seine göttliche Kraft diese Gemeinschaft jetzt und hier auf der Erde bewirken und die Herzen mit unvergleichlicher Freude erfüllen möge.
Christus selbst ist unser höchstes Gut, heute noch wie einst für die Empfänger des Johannesbriefes. Diese Gemeinschaft bleibt bestehen, solange die letzte Stunde andauert. Trotz unserer heutigen Unzulänglichkeiten dürfen wir die Worte des Apostels in Demut für uns nehmen, an die Liebe des Vaters glauben, die Gnade und Herrlichkeit Seines Sohnes, des Herrn Jesus, bezeugen und uns auf den in uns wohnenden Geist Gottes stützen. Dadurch ziehen wir Nutzen aus dem, was bereits am Anfang dieser letzten Stunde mitgeteilt wurde. Die unfehlbare Stütze für den Glauben und die Antwort auf jedes Bedürfnis finden wir allein in Christus.
Das unerschaffene Sein des Wortes, Seine Menschwerdung und die Offenbarung des ewigen Lebens auf der Erde legen die Grundlage für eine Gemeinschaft, die unsere Herzen mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude erfüllt. Diese Wahrheit ist eine unvergleichliche Gabe, die uns befähigt, in der dunkelsten Stunde der Angriffe Satans auf die Person Christi, mit Gottes eigener Freude erfüllt zu sein.
Lasst uns daher die Gnade und Wahrheit in Christus, wie sie uns als Grundprinzip und Leitgedanke in der Einleitung dieses Briefes dargestellt werden, mit der gebührenden Ehrfurcht betrachten. Wir sind gemeinsame Teilhaber an den Segnungen des ewigen Lebens durch den Glauben an Christus. Wir haben Gemeinschaft mit dem Vater, weil wir Seinen Sohn Jesus Christus besitzen. Der Sohn ist die Wonne des Vaters, und Er ist es auch für uns. Der Vater und Seine Kinder finden ihre völlige und gemeinsame Freude im Sohne. Möge diese Erkenntnis unsere Herzen erfüllen und uns in unserem Glauben stärken, heute und in alle Ewigkeit.
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